Was man sein darf

Ich frage mich in letzter Zeit immer wieder, was man eigentlich sein darf.
Gestern habe ich zum Beispiel erlebt, wie es ist, wenn man sich auf Leben und Tod durchsetzt. Noch nicht mal auf den eigenen Tod, sondern den des anderen.
Es ist in erster Linie eins: verboten.
Man darf sich nicht durchsetzen. Vorallem nicht als Frau.
Jemand anderes wird leiden. Wegen dir.
Sei verbindlich, sei loyal, sei anständig, sei angenehm, sei ein Junge, sei weiblich, sei fleißig, sei berechenbar, sei schwächer als ich, sei verfügbar, sei unauffällig, sei klug, aber niemals klüger als ich, sei süß, sei ein bisschen heiß, aber nur für mich, sei erwartungslos, sei transparent, sei ernst, sei so, wie ich denke, wie du bist.
Habe kein Geheimnis.
Sei ungefährlich.
Sie ist ernst und verbindlich. Und leise und anständig. Sie hat keine Geheimnisse und keine Erwartungen.
Sie hat Lust und gibt nach, wenn es drauf ankommt.
Sie liebt das Leben nicht.

Auf dem Bild siehst du, wie die Pudels wissen, dass sie das sind, was sie sind.

Ragna

2 Gedanken zu „Was man sein darf

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