Erstmal Beine hochlegen.
Viele Sachen im Kopf. Aber von vorne.
Mach n Workshop beim Lehrer. Ich will nicht übertreiben, aber das geht nicht ganz spurlos an mir vorbei. Er meinte, ich solle einfach springen. Ok, dachte ich, wenn der das sagt.
Ich fasse mich kurz. Das war kein Sprung in irgendwas. Das war ein Tauchgang am Nordpol. Ich hole zwischendurch Luft und stütze mich an einer Eisscholle ab. Wir dümpeln ein Weilchen herum. Und schon zieht es mich wieder in die Tiefe des Ozeans. Der Lehrer hat mich bei den Haaren erwischt. Ich versuche so schnell es geht zu paddeln. Meine Kopfhaut. Der Lehrer sagt, hör auf zu denken, hör auf zu denken. Ich fuchtel mit den Armen. Aus meinem Mund entweichen seltsame Laute. Ich atme Wasser ein. Wir sind am Meeresgrund angelangt. Der Zug an meinen Haaren hat nachgelassen. Ich sehe zwei Füße vor mir. Der Lehrer steckt mit dem Kopf im Sand. Ich öffne meinen Mund. Ich sage meinen Text. Immer und immer wieder. Das Wasser und mein Gebet führen einen Kampf an meinen Lippen. Ls i n Kpf s dn and nmen.
Die Füße sind weg. Zack. Er hat mich wieder bei den Haaren. Ich strample um mein Leben. Zwischendurch bewege ich mich im Rhythmus der Wellen. Sie wiegen mich. Schwerelos. Dann überwältigt mich die Macht des Wassers. Ich verliere den Verstand, rufe ich.
Ich atme. Luft. Frische kalte Luft. Ich atme sie ein und aus. Ein und aus.
Mein Herz pocht ruhig.
Kurz bin ich nicht sicher, ob ich nicht einfach nur geweint habe.
Die Rolle: Meine Gedanken setzen sich in Bewegung. Ich muss das Meer optimieren. Ein Chaos. Wir müssen es ordnen. Die Gezeiten. Die Gezeiten. Mein Blick zieht mit der Ebbe davon. In die unerreichbare Trübe der Weite. Die Ecke, hallt es in meinem Kopf. Ich liege in meinem Bett, spüre die Schwere meiner Daunendecke. Der Regen prasselt gegen das Fenster.