Servus

Servus baba. Sind unterwegs auf den Spuren Freuds und Mozarts. Sind wir mal ehrlich, irgendwie scheinen alle wichtigen Leute in Wien gelebt zu haben. Und mein Freund.
Wir sind mit den Pudels auf Städtereise. Der Schafpudel liebt die Großstadt. Das ist ganz offensichtlich. Endlich seine Kragenweite. Er schlendert durch die Straßen und genießt die Blicke der Menschenmenge. Alle jubeln, wenn sie den Schafpudel sehen. Wir sitzen den lieben langen Tag im Kaffeehaus und trinken a Wiener Melange.
Außerdem habe ich noch erlebt, dass jemand geheiratet hat. Der Vater der Braut hat seine Tochter sozusagen übergeben, hat er gesagt. Ich mich auch. Keine Ahnung, ob ich jemals heiraten werde. Wenn, dann nur ganz chic, glaube ich. Wien hat mich bei den Eiern. Ich spare ab morgen. Ich könnte auch damit anfangen, besser auf meinen Klunker aufzupassen. Habe meine geliebten Creolen in unserem Airbnb liegen lassen. Die vermieter kaufen Gold an, kein Witz. Ich bekomme sie aber zum Glück wieder. Apropos sparen, hab drüber nachgedacht, ob ich mir mehr Gedanken um Geld machen sollte.
Hab den Schafpudel gefragt, was er dazu meint. Er sagte, dass das Quatsch sei. Ich solle lieber eine gute Schauspielerin werden. Ich glaube dem Schafpudel. Ich gucke ihn mir genauer an und denke, dass ich es ihm zu verdanken habe, dass ich Schauspielerin werde. Nicht nur ihm. Aber auch. Er hat mich daran erinnert, dass man leben kann. War nicht nur angenehm. Aber das Beste, was mir passieren konnte.
Mein Freund sieht übrigens aus wie aus einem James Bond Film oderso in seinem neuen Anzug. Jetzt kann man ihn von anderen unterscheiden.
Übrigens hat meine Mutter ihre Schafherde abgegeben. Sie leben jetzt beim Schäfer. Bei dem Schäfer. Meine Mutter hat geweint. Wie ich damals. Ich habe sie gefragt, ob der Seniorschäfer nicht als Mann in ihrem Leben eine Option wäre. So als Abwechslung. Sie meinte nein, der Händedruck sei verkehrt. Wäre doch bestimmt ganz nett gewesen mit den vielen Schafen.
Bussi, bis zum nächsten Mal.

Auf dem Bild siehst du, wie ich mit den Pudels vorm Stephansdom chille.

Auf dem anderen Bild haben wir es uns vor dem Opernhaus gemütlich gemacht. In der Hoffnung, dass der Inhalt so toll ist wie die Verpackung.

Ragna

2 Gedanken zu „Servus

  1. …bin hin und weg! ich liebe es Deine Texte zu lesen! weiß jetzt auch wieder alles über Dich…zwinker, zwinker (ich kann das immer noch nicht computerlich ausdrücken)

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