Eine Geschichte über das Leben mit dem Schafpudel. Eine andere Seite von ihm, die bisher verheimlicht wurde, damit der Schafpudel kein Modehund wird. Gut.
Letzte Woche war der Teenager da. Zwischen all seinen sozialen Verpflichtungen – und seinen Auftritten als Rapper – fand er Zeit, den Schafpudel zu streicheln. Ich glaube, das hat er gemacht. Ich war eine Etage tiefer und hörte nur das deutliche Nein das Teenagers, das er sagt, wenn der Schafpudel ihn zurück streicheln will.
Ein paar Augenblicke später kam der Schafpudel zu mir. Brummend. Er brummt immer, wenn er sich über etwas ärgert. Kein Knurren, Brummen. Dann setzte er sich neben mich. Ich sagte dann sowas wie, hattest du Ärger mit dem Teenager. Der Schafpufel brummte wieder. Bist du ihm zu nahe gekommen. Wieder ein Brummen. Naja, habe ich gesagt, halt ein bisschen mehr Abstand zu den Leuten. Sie mögen das nicht, wenn man ihnen zu nahe kommt.
Wir saßen dann kurz darauf zusammen und der Schafpudel hat die Gunst der Stunde genutzt und sich zum Teenager gesetzt, um zu überprüfen, wie die Lage jetzt ist. Sie haben sich wieder vertragen.
Diese Geschichte hat mich auch daran erinnert: Als der Schafpufel noch klein war, sind wir umgezogen. Wir waren in dem neuen Haus und der Schafpudel wusste noch nicht, dass das was ist, wo man drinnen wohnt. Ihm ist ein kleines Malheur passiert.
Ich habe davon erfahren, weil er ins Bad lief, und mit einer Klobürste und Klopapier im Maul zu mir zurück kam und dann zu dem kleinen Malheur trabte. Der Schafpudel hatte sich gemerkt, dass ich in solchen Situationen was aus dem Bad hole.
So ist er, der Schafpudel.
Auf den Bildern siehst du, wie der Schafpudel durch die Schneelandschaft jagt. Er denkt, dass ihm die Welt gehört. Wir haben schon viel erlebt mit ihm, der Spitz und ich.

