Good afternoon aus London. Könnte dann bald Reisebloggerin werden.
Sitze im Park und erhole mich von den urbanen Eindrücken. Meine Kleinstadtaugen konnten sich kaum satt sehen an den ganzen Schönheiten.
Bin spontan hier. Bisschen Klarheit ins Leben bringen, hab ich mir gedacht.
Andererseits hab ich mir gedacht, dass es vielleicht nicht so schlimm ist, wenn was unklar ist. Glaube man hätte oft gerne einen festen Plan, um sich so n bisschen sicher zu fühlen im Leben.
Kann aber sein, dass das Leben eher aus Annäherungen an bestimmte Dinge besteht. So wie Keineschafetexte.
Ich finde es jedenfalls immer wieder außerordentlich herausfordernd zu sagen, hab keinen Plan. Weiß ich nicht. Einem wird oft suggeriert, dass man immer die passenden Antworten parat haben muss. Aber vielleicht ist sie noch nicht da, die Antwort. Wäre doch ganz nett eigentlich, wenn sie sich Zeit lassen könnte. Erstmal ja sagen, zu dem was ist.
Man könnte zum Beispiel auch danach schauen, was einen berührt. Das ist vielleicht viel spannender, als zu wissen, was richtig und was falsch ist. Hab in letzter Zeit manchmal vergessen, darauf acht zu geben. Hab angefangen drüber hinweg zu fühlen. Will ich ändern.
Heute morgen hab ich sowas wie Begeisterung oder Glück gefühlt. An so einem Ort zu sein.
Vielleicht schreibe ich morgen einen Text darüber, wie aufregend es ist, meinem Traum nachzugehen. Vielleicht. Will mich nicht festlegen.
Der Text morgen wäre außerdem der 75. Und als ich vor einiger Zeit mal ein paar Texte geschrieben hatte, habe ich gesagt, dass ich beim 75. Text nach einem Verlag ausschau halten werde. Könnte sein, dass der Text auf sich warten lässt. Schau, das hat man davon, wenn man sich festlegt.
Auf dem Bild siehst du Big Ben und seine Nachbarn. Das Wasser ist n bisschen trüb.
Klar