Heute Morgen wollte der Schafpudel auf Katzenjagd gehen. Nein, habe ich gesagt, heute gehen wir keine Katzen jagen. Während ich das gesagt habe, bin ich vom Fahrrad gehüpft und die Katze ist zum Gegenangriff übergegangen. So nicht, hat der Schafpudel gesagt. Er wollte der Katze beweisen, was er für ein starkes Kerlchen ist. Ein bisschen Eindruck hat das schon gemacht. Auf die ganze Umgebung. Jedenfalls lagen das Fahrrad und der Schafpudel auf der Straße. Ich hing über dem Schafpudel. Ich habe ihn festgehalten für eine Weile. Die Katze lag im Gebüsch und hat einen Plan geschmiedet.
Ich habe ja immer Angst, dass die Nachbarn die Vier Pfoten rufen, wenn ich den Schafpudel davon abhalte, eine größere Dummheit zu tun. Gut, dass das heute eher nach einem Unfall aussah. Manche mögen es nämlich lieber, sich um etwas Kaputtes zu kümmern, als sich der wilden Unberechenbarkeit des Lebens zu stellen. Naja, keiner war kaputt am Ende. Nur etwas außer Atem. Ich. Der Schafpudel hat immernoch nach der Katze geschaut. Aber nicht mehr ganz so laut.
Auf dem Bild siehst du, wie der Schafpudel keine Katzen jagt. Davon gibt es nie Bilder. Er steht im Klee und genießt die Aussicht.
