Die Kunst des Zerlachens

Musste die Tage an einen Satz denken, den meine Deutschlehrerin immer mal zu mir gesagt hat und der da lautet: R., sie zerlachen sich ihr Abitur. Sie scheint wirklich Deutsch studiert zu haben. Sonst wäre sie nie auf diesen Satz gekommen, diese sich ihrer Verantwortung bewusste Person. Ich habe mich dann immer gefragt, was das eigentlich bedeutet, ,zerlachen‘. Und ich habe mir immer gedacht, dass das eigentlich nichts Schlechtes bedeuten kann.
Als ich mal gefragt wurde, wie mein Leben als Buch heißen würde, habe ich gesagt: Die Kunst des Zerlachens. Denke auch, es klingt immer gut, Die Kunst des XXX.
Ich hatte jedenfalls die Tage die Möglichkeit, für jemanden was zu schreiben. Eine Art Auftragsarbeit. Es fiel mir schwer. So schwer, dass sogar meine Arme weh getan haben nach kurzer Zeit. Irgendwann war es mir dann blöd und ich habe meinen Fingern freie Fahrt gelassen. Ich habe gesagt: Los Finger, tippt, was ihr wollt. Es kamen wirklich üble Zeilen dabei raus, die ich hier auf keinen Fall zitieren werde. Sie waren dermaßen unterhalb jeder was auch immer Linie. Habe sie ganz kurz meinem Freund gezeigt. Er fand das wirklich außerordentlich lustig.
Meine Arme taten mir dann nicht mehr weh. Der Text wurde nie fertig. Und das ist nicht schlimm. Vielleicht habe ich das ganze Ding zerlacht, aber dafür nicht mich zerdacht.
Die Moral von der Geschichte:
1. Besser zerlachen, als zerdenken.
2. Alles ist vergänglich, sogar ein Reim.

Auf dem Bild siehst du mich, wie ich mich verwandt fühle mit dem Hintergrund. Ich lache nicht, nein, ich bin ein Gecko und Geckos sind vermutlich die Lieblingstiere von Personen, die wissen, wie das Leben funktioniert.

Ragna

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