Ich frag mich was. Seit Monaten tu ich das. Ich hab einen Job. Nicht als Schäferin. Ich bin da mal reingerutscht.
Das war so. Ich hatte einmal lahme Arme und Beine und musste meine akademischen Aussichten begraben.
Mich hat dann jemand gefragt, kannst du unterrichten. Ja, hab ich gesagt, denke schon. Irgendwie. Ich habe schnell alle Kommaregeln gelernt und die vier Fälle und schon ging es los.
Ich habe das gemacht, weil es ging. Keine kleinen Tastaturen, keine großen Sprünge. Arme und Beine waren froh. Das Herz nicht.
Wie auch immer.
Irgendwie hat der Schüler bei mir Schreiben gelernt. Er ist wieder zur Schule gegangen und hat seine Schulabschlüsse dann doch geschafft.
Und jetzt sitzen wir da. Dieser Job und ich. Wir kommen nicht los voneinander. Jede Woche, jeden Tag an meinem runden Tisch aus Eichenholz.
Manchmal stell ich mir vor, wie ich im richtigen Moment draufhaue. Ihn anzünde oder wie ich auf ihm tanze. Mit vorgezogenen Vorhängen natürlich. Wir leben ländlich. Oder, wie ich ihn nach nebenan stelle, in das Zimmer meines Freundes. Wie all die Kleider, die jeden Tag in hohem Bogen rüber fliegen. Bevor der Schüler kommt. Die Kleider fliegen, der Spitz begibt sich auf den Wachposten und knurrt. Ich schimpfe den Spitz. Er soll nicht knurren, bevor der Schüler überhaupt in die Straße einbiegt. Er hat manchmal gute Ohren, der Spitz.
Die letzte Bluse. Und dann fliegt der Tisch. Die Geduld meines Freundes ist am Ende. Er schreit mich an, was soll ich mit dem blöden Eichentisch. Gib mir den Kleiderschrank. Keiner weiß, was er mit dem Tisch soll.
Der Job und ich. Wir sitzen dran.
Ich könnte drauf tanzen.
Auf dem Bild siehst du, wie ich den Tisch beiseite geschoben habe, um Platz für lustige Dinge zu schaffen. Der Schafpudel hat mir unauffällig Gesellschaft geleistet. Später haben wir jemanden damit sehr verärgert. Es war nicht mein Freund. Er sammelt die Kleider ein und wirft sie zurück in mein Zimmer.

Oh Ragna,
TRänlein… Tränlein… und ein lächelnder Dank im Herzen….
🧡🧡