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Bonjour aus der Wiege der Crêpes, der Bretagne. Früher war ich jeden Sommer hier.
Hab zwischen la plage und le camping mein 13-jähriges Ich getroffen.
Hier ein Mitschnitt aus unserem Gespräch:

13 Heeeey!!! Tu as des moutons?
31 Wie bitte?
13 Du hast immernoch kein Französisch gelernt.
31 Stimmt. Naja ein bisschen. Ein paar Wörter…
13 Du bist ganz schön blass.
31 Ich knall mich nicht mehr einfach in die Sonne. Ist nicht gesund. Und man bekommt Falten.
13 Haha. Das sind also die Dinge die dich beschäftigen?
31 Und was ist mit dir? Nur französische Jungs im Kopf?
13 Immerhin weiß ich, wie man Spaß hat.
31 Der Punkt geht an dich. Aber so kommen wir nicht weiter.
13 Stimmt. Also. Sag mir, was du so treibst.
31 So dies und das. Ein bisschen auf der Suche, vieles auch schon gefunden.
13 Und was würdest du sagen, unterscheidet dich von mir?
31 Du fragst unverblümter nach. Dafür weißt du weniger, was du auf dem Kasten hast. Aber so unterschiedlich sind wir gar nicht.
13 Hätte gedacht, dass wir Musikerin geworden wären. Und dass wir schon eine Familie hätten.
31 Das wäre was. Aber dafür denkst du zu viel an die französischen Jungs.
13 Hm. Keiner kann mir was sagen!
31 Da haben wirs.
13 Bist du wenigstens berühmt geworden?
31 Nein.
13 Warum denn nicht?
31 Weil jemand gesagt hat, dass das Quatsch ist.
13 Aber wir lieben Quatsch, oder?
31 Auch wieder richtig. Aber das war nicht immer so, denke ich.
13 Aber hast du Hunde, denen man was beibringen kann?
31 Oh ja.
13 Klingt supi! Dann hau mal rein, du altes Schwein. Muss dann mal los. Ciaoi!
31 Ciaoi.

Die 13-Jährige entfernt sich radschlagend. Ich schaue kurz auf mein Handy und folge dann dem Ruf der Schafe.

Ragna

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